Architect, artist and teacher. I graduated from the Technical University and the Academy of Fine Arts in Vienna. My art and teaching aim to follow the positive side of life.

Into the forest I go…

(English text below)

Im Wald zu sein, bedeutet für mich augenblickliches Ummanteltsein von Stille und Frieden. Hier bleibt das laute Außen draußen und alle Unsicherheit und Angst verblasst. Hier atme ich tief die Frische und Geborgenheit der Erde. Ich betrachte die Größe und Würde der Bäume und freue mich and den kleinsten Wesen, die hier leben und ihr Umtreiben. Oft begegnet uns ein Hase oder ein Reh, die Rufe der verschiedenen Vögel beleben diesen Ort mit Fröhlichkeit. Hier staune ich über wieviele verschiedene Grüntöne es in der Natur gibt. Farbmischungen, die so unterschiedlich und doch so harmonisch in sich sind. Grün anzusehen macht instant gesund, heißt es, es beruhigt und lässt uns ruhiger atmen. Ich liebe den weichen Moosboden, den wir hier achtsam Schritt für Schritt betreten, manchmal wandeln wir auf Tierpfaden und immer dient diese Verlangsamung und Achtsamkeit der Einkehr, der Wahrnehmung unserer Umgebung und des Fühlen: Wer bin ich darin? Im Wald fühle ich mich angenommen und dazugehörig. Hier ist alles in Ordnung und jedes Wesen frei. Alles folgt den Gesetzen des Ineinanderwebens und natürlichen Zusammenlebens. Hier herrscht Frieden obwohl der Raum eng und belebt ist und jeder Quadratmillimeter in der Fläche und in der Höhe dicht gefüllt scheint. Ein magisches Zusammenspiel der Kräfte und Wesen. Natur pur! Das Spiel von Licht und Schatten ist so lebendig und voller Zauber, immer gibt es Neues zu entdecken und mich selbst zu erwecken. Ein Tag im Wald lässt mich 10000 Schritte setzen, die mich mit den Wesen darin verbinden und mir einen Platz in diesem Gefüge gewähren für eine Augenblick der Zeit. Es berührt meine Sinne immer wieder, als wäre es das erste Mal. Ich danke dafür.

Bis bald im Wald,

Verena


For me, being in the forest means being enveloped in silence and peace for a moment. Here the loud outside stays outside and all insecurity and fear fades away. Here I breathe deeply the freshness and security of the earth. I look at the size and dignity of the trees and enjoy the smallest creatures that live here and observe their activities. We often meet a hare or a deer, the calls of the various birds enliven this place with happiness. Here I am amazed at how many different shades of green there are in nature. Color mixtures that are so different and yet so harmonious in themselves. It is said that looking green makes you instantly healthy, it calms you down and lets you breathe more easily. I love the soft moss ground, which we walk on carefully step by step. Sometimes we walk the animal paths and this slowing down and awareness always serves to contemplate, to perceive our surroundings and to feel: Who am I in it? In the forest I feel accepted and I belong. Everything is fine here and every being is free. Everything follows the laws of interweaving and natural coexistence. Peace reigns here even though the space is narrow and crowded and every square millimeter in area and height seems densely filled. A magical interplay of forces and beings. Pure nature! The play of light and shadow is so lively and full of magic, there is always something new to discover and to awaken myself. A day in the forest lets me take 10,000 steps that connect me to the beings in it and grant me a place in this structure for a moment in time. It keeps touching my senses like it’s the first time. I thank you for that.

See you soon,

Verena

Buy me a brush 🙂


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2 responses to “Into the forest I go…”

  1. vor über 10 jahren war in Wien im Museum für Völkerkunde die Ausstellung "WALD. BAUM. MENSCH". Den sehr großen und echt schönen Katalog dazu habe ich mir damals gleich mit gekauft. Echt erstaunlich was es da alles in der Ausstellung zu sehen und lesen gab.

    In in diesen Jahren nun: viele Menschen sind im Wald unterwegs. Ich am liebsten oft zu Fuss. Und ich frage mich, welche Art von Inspiration es wohl ist mit eBIKE und Atomstrom unterm Sattel durch den Wald auf Forststraßen zu hetzen – beim Höhenmeter oder Kilometer machen ? Nicht zu vergessen: die vielen Tiere bekommen mitunter Stress durch dieses Übermaß an Unruhe.

    1. Hallo Georg! Danke für deine Nachricht. Ich hätte diese Ausstellung sicher auch sehr genossen. Erst die letzten Jahre, die ich hier lebe, habe ich den Wald so richtig zu schätzen gelernt. Und die erhabene Stille darin. Glücklicherweise treffen wir sehr selten Menschen darin, wir bewegen uns selbst sehr achtsam und das schätzen auch die Tiere, die uns immer wieder sehr schöne nahe Begegnungen schenken. Einfach zauberhaft! Jetzt kommt wieder die Zeit der Jagd, darüber musste ich mich früher fürchterlich aufregen, und nachdem mich das innerlich immer so mitnahm, bin ich die letzten Jahre dazu übergegangen die Tiere telepathisch vorzubereiten, sich zu verstecken und ihnen meinen energetischen Schutz zu schenken (auch zu Silvester übrigens). Das ist was ich tun kann, in Stille und dem Vertrauen, dass Besseres folgen möge. LG Verena

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