Architect, artist and teacher. I graduated from the Technical University and the Academy of Fine Arts in Vienna. My art and teaching aim to follow the positive side of life.

Leben im Waldhaus – Teil 2

Hallo! Ich wollte dir noch weitererzählen, was im Waldhaus so los ist. Dieser Sommer hatte es wahrlich in sich und wie das Leben es so mag, läuft es oft anders, als man sich das vorstellen würde.

Mein Traum war es dieses Haus zu bewohnen, nicht etwa, seit ich darin wohne, sondern seit gefühlt schon immer. Also noch bevor ich hierhergeführt wurde. Hier fühlte ich mich sofort zu Hause. Ein Gefühl, welches ich innerlich zwar kannte, mir sehr vertraut war, jedoch an keinem Wohnort zuvor verspürte. Immer war ich insgeheim auf der Suche nach meinem Zuhause.

Als ich hier mit meinen beiden Kindern einzog, eröffnete sich ein neuer Raum, der alles an seinen Platz fallen ließ. Gezeigt wurde mir dies in Form von Möbeln beispielsweise. Das Waldhaus war wie für mich und mein bisschen Hab und Gut gemacht, sehr magisch, kann ich dir sagen. So etwas hatte ich zuvor noch nicht erlebt. Du kennst das sicher, bei einem Neueinzug braucht man immer noch das eine oder andere. Ich hier nicht. Alles war so wie es sein sollte. Jedes Kästchen, jeder Vorhang (den ich immer für mein Zuhause aufgehoben hatte) fand hier seinen Platz.

Dennoch kam es nach fast 2 Jahren anders. Eine Räumungsklage war bei Gericht eigegangen, denn die Vermieterin hatte jetzt einen Erwachsenenvertreter und das Haus sollte verkauft werden. Erschwerend kam hinzu, dass der Mietvertrag durch ein entsprechendes Gutachten aufgelöst werden sollte, das darauf angelegt worden war, die Vermieterin als nicht geschäftsfähig zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung ausweisen zu wollen. Ein Traum zerplatzte.

Nachdem wir den ersten Schock verdaut hatten, nahm ich mir einen Anwalt und war wieder positiv gestimmt das Verfahren für mich bestreiten zu können, weil doch alles rechtens verlaufen war (ich hatte die Bedingungen des Mietvertrags erfüllt) und ich das Anrecht auf unser Zuhause so leicht nicht aufgeben wollen würde. Nun begann eine Zeit der Innenschau. Ich haderte immer mehr den Kampf weiterführen zu wollen. Erstens wussten wir nicht wie lange das Verfahren dauern würde und wieviel die Kosten am Ende ausmachen würden. Immer mehr wurde mir bewusst was das energetisch bedeutete. Neues Karma kreieren oder loslassen?

Mir wurde immer klarer wohin die Reise gehen würde. Aus dieser alten Welt, einer Matrix, wo Menschen sich nicht mehr auf die Handschlagqualität des Gegenübers verlassen können, auszusteigen, würde sicher nicht bedeuten, einen Gerichtsstreit über möglicherweise die kommenden Jahre zu führen. Selbst wenn ich gewinnen würde, wäre es ein Sieg, der ich glücklich machen würde? Etwas unter Zwang erwirkt zu haben, wenn die höheren Mächte einem schon die Richtung wiesen? Nein, das bin nicht ich.

Warum fiel mir diese Entscheidung also dermaßen schwer? Ich hatte mich ja schon des öfteren in meinem Leben wegweisend verändern müssen und dazugehörige Entscheidungen gefällt. Schlaflose Nächte waren Normalität inzwischen, ein Sommer, der gefühlt kein Genuss war und meine ganze Aufmerksamkeit auf dieses eine Thema gelenkt, war ich endlich bereit, mich klar zu entscheiden und loszulassen.

Was für eine Geburt, was für eine Erlösung.

Hätte mich jemand gefragt, was ich wollte, wäre meine klare Entscheidung für das Haus gefallen. Wer zieht schon freiwillig mit zwei Kindern um, die sich gerade eingelebt hatte und endlich Ruhe und Frieden fanden? Der Garten war gerade angelegt und die Ernte überreich und so sättigend. Nun, das Leben weiß es eben besser.

Und während ich das hier schreibe, schwebt gerade alles im Ungewissen. Wir wissen, dass wir 2023 umziehen müssen, haben aber noch nicht Neues. Dennoch erfüllt mich ein innerer Frieden. Zu wissen, frei zu sein, nicht in alte Matrix-Spielchen verwickelt zu sein, die nicht meine sind.

Wir wollen in der Gegend bleiben, dann behalten die Kinder das gewohnte Umfeld und ihre Schulfreunde und gehen weiterhin in die selbe Schule. Jemand sagte neulich: “Den Platz gibt es schon, jetzt müsst ihr ihn nur noch finden.” So schöne Worte. Eine schöne Weisheit, die ich nun im Herzen trage. Ich freue mich auf unser neues Zuhause.

Endlich weiß ich, ein Zuhause lebt im Herzen und nicht an einem bestimmten Ort. Wo wir dann leben und uns niederlassen, dort machen wir es aus unserem herzen heraus gemütlich. Ich habe es begriffen. Ich musst es erleben. Jetzt ist es integriert. Danke Leben.

All der äußere Reichtum, den ich hier erfahren durfte, lebt in uns selbst und von einem Ort der Fülle zu gehen, bedeutet die Fülle woanders wieder auszubreiten. Welche Form das haben mag, weiß ich noch nicht. Es gibt ein paar innere Bilder dazu. Doch sehen werde ich es erst dort an diesem neuen Ort…

Bis bald,

(English text below)


Hier noch ein Paar Eindrücke des heurigen Sommers in all seiner Pracht

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Hi! I wanted to tell you more about what’s going on in the forest house. This summer was really tough and as life loves to fool you, things often go differently than you would imagine them to be.

It was my dream to live in this house, not since I’ve lived in it, but since ever, like it’s always been. So even before I was led here. I immediately felt at home here. A feeling that I knew internally, was very familiar to me, but which I had never felt anywhere before. I was always secretly looking for my home.

Moving in here with my two kids opened up a new space that made everything fall into place. This was shown to me in the form of furniture, for example. The forest house was like made for me and my little bit of belongings, very magical, I can tell you. I had never experienced anything like this before. You probably know that when you move in, you still need one or the other. Not so here. Everything was as it should be. Every shelve, every curtain (which I always saved for my future home) found its place here.

However, almost 2 years later things changed. An eviction notice had been filed in court because the landlady now had an adult representative and the house was to be sold. A further complication was that the rental agreement was to be terminated by a corresponding expert opinion, which was designed to identify the landlady as not having legal capacity at the time the contract was signed. A dream shattered.

Once we got over the initial shock, I hired a lawyer and felt positive again that I could fight the case for myself because everything had gone right (I had met the terms of the lease) and I was entitled to our home so easily wouldn’t want to give up. Now a time of introspection begun. I struggled more and more to want to continue the fight. Firstly, we didn’t know how long the process would take and what the final cost would be. I became more and more aware of what that also meant energetically. Create new karma or let go?

It became more and more clear to me where the journey would go. Stepping out of this old world, a matrix where people can no longer rely on the quality of each other’s handshakes, would certainly not mean having a court battle for possibly years to come. Even if I won, would it be a win that would make me happy? To have obtained something under duress when the higher powers were already pointing the way? No, that’s not me.

So why was this decision so difficult for me? I had often had to make groundbreaking changes in my life and made the corresponding decisions. Sleepless nights were now the norm, a summer that I felt wasn’t a pleasure, and having focused all my attention on this one topic, I was finally ready to make a clear decision and to let go.

What a birth, what a release.

If someone had asked me what I wanted, my clear decision would have been made for the house. Who would voluntarily move with two children who had just settled in and finally found peace? The garden was just planted and the harvest bountiful and so filling. Well, life just knows better.

And as I write this, everything is in the dark right now. We know that we have to move in 2023, but we don’t have anything new yet. Nevertheless, an inner peace fills me. Knowing I’m free, not involved in old Matrix games that aren’t mine.

We want to stay in the area, then the children will keep their familiar environment and their school friends and continue to go to the same school. Someone said the other day to me: „The place already exists, now all you have to do is find it.“ Such beautiful words. A beautiful piece of wisdom that I now carry in my heart. I’m looking forward to our new home.

Finally I know, a home lives in the heart and not in a certain place. Wherever we live and settle down, that’s where we make it comfortable from our hearts. I get it. I have had to experience it. Now it’s integrated. Thank you life for that precious lesson.

All the outer wealth that I was allowed to experience here lives within us and to leave a place of abundance means to spread the abundance somewhere else. I don’t know yet what form that might take. There are a few internal pictures of it. But I will only see it there in this new place…

xo, Verena

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4 responses to “Leben im Waldhaus – Teil 2”

  1. Eine weise Entscheidung, liebe Verena! Ich hätte mich auch nicht auf einen Gerichtsstreit eingelassen, denn da kann man nur verlieren. Da gebe ich lieber meine Energie in einen Umzug. Aber das Haus muss wirklich ein Traum gewesen sein! Natürlich verstehe ich wie schwer es sein muss, keine Frage! Mir wurde damals als ich noch in Wien war und wir jahrelang nach einem Haus suchten auch gesagt, dass es ja schon da ist. Und ja, es hat zu dem Zeitpunkt ja auch schon existiert 🙂 Alles Liebe!

    1. Oh, liebe Claudia! Danke für deine ermunternden Worte. Danke für deine Liebe und Zuwendung. Danke, dass du da bist!!! Bis bald, Verena

  2. Das Haus lieber aufgeben zu müssen anstelle Verfahren, liest sich schon stark nach Resignation. Ein- und Zweifamilien Häuser unterliegen ja nicht dem Mietrechtsgesetz sondern dem ABGB (allgem.bürg.Ges.Buch). Und da gibts ja Themen wie Befristungen, Kündigung Bestimmungen, Betriebskosten, etc, die individuell festgelegt werden.Mieterschutzverband Österreich ( Hofhaymer Allee 9-11, 5020 Salzburg)

    soviel ich weiß: die effektive Zahlung von Miete und bei tatsächlicher Nutzung einer Wohnung begründet automatisch ein unbefristetes Mietverhältnis.

    1. Hallo Georg!Danke für deine Antwort. Was hier nicht steht, ist die Geschichte dahinter. Die Vermieterin verhielt sich mir gegenüber unklar, ich hatte ihr Haus geräumt und als ich fertig war, wünschte sie, dass ich wieder auszog. Das verneinte ich natürlich. Das zog viel Unfrieden und einige Anwaltsschreiben ihrerseits nach sich. Nun hat sie einen Erwachsenenvertreter und wird als nicht geschäftsfähig eingestuft, bzw. auch rückwirkend auf den Mietvertrag. Sie lebt mittlerweile von der Mindestsicherung. Ich hatte anwaltliche Unterstützung durch einen Mietrechtsspezialisten und habe davor alle Unterstützungen (die du auch erwähnst) abgeklappert. Die erste Gerichtsladung hatte in Aussicht gestellt, dass dies ein unendlich langes, mühsames Verfahren werden würde, möglicherweise über Jahre, nicht klar was die Endkosten und der Ausgang sein würden, es würden Gutachten über Gutachten erstellt und Aussagen gegen Aussagen gestellt, also viel meiner Lebenszeit. Kein schnelles Abschließen. Ich erwägte den ganzen Sommer, ob ich weiterkämpfen wollte oder in den Frieden gehen. Gewonnen in mir hat das Loslassen. Ich weiß, es klingt unlogisch. Doch ich fühlte: Loslassen von verfahrenen Situationen, weil ich mir klar wurde, dass in diesem Falle etwas erzwungen würde, nicht mein Stil. Neues Karma kreierte sich so in eine nicht absehbare Richtung. Nicht mein Wunsch. Ich lebe gerne in Klarheit und Einfachheit, frei für das wahre Leben. Ein ewiger Gerichtsstreit hätte mich nicht mehr gut schlafen lassen, dafür bin ich zu sensitiv und empfindsam. Ich möchte auch nicht andere an mich binden, wenn die das nicht wollen oder können. Das heißt nicht, keine Stärke zu haben. Ich habe oft gekämpft! Für eine natürlich Geburt meiner Tochter in Beckenendlage, zum Beispiel. Das ganze Ärzteteam des Wilheminenspitals feierte mich als Heldin. Sowas kam nicht vor damals. Ich war sehr erstaunt, weil es für mich natürlich war, so zu agieren. Ich werde nicht müde werden das Gute in den Menschen zu sehen und diese Welt zu einem Paradies machen zu wollen. Aber nicht in Unfrieden und vor Gericht. Das ist für mich die alte Welt. Ich gehe gerne neue Wege und lasse los von Egowünschen, denn das war dieses Haus, mein größter Wunsch, der sich tatsächlich erfüllte, wenn auch nur für eine kurze Zeit. Es hat mich vieles gelehrt und dafür bin ich so dankbar.LG Verena

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