Architect, artist and teacher. I graduated from the Technical University and the Academy of Fine Arts in Vienna. My art and teaching aim to follow the positive side of life.

Frühlings Erwachen

(English text below)

Wir sind umgezogen. Mein 15.(!) Wohnort. Es wird nicht einfacher, dennoch ist es immer wieder spannend. Umziehen. Sich ausziehen und wieder anziehen ist vielleicht ähnlich. So ist es vielleicht natürlich und gar gesund. Es muss ja für dich kein Ortswechsel sein, aber ein Wechsel auf mehreren Ebenen ist immer erfrischend. Dinge loszulassen, revue passieren zu lassen und zu fragen, wo stehe ich gerade? Ein Neuanfang auf allen Ebenen. Was passt noch zu mir, was nehme ich mit, was darf gehen, das waren die Fragen der letzten Monate. Sicher kann man Umzüge auch ruckzuck erledigen, ich genieße aber die sich öffnenden Möglichkeiten darin, und nehme es gelassen und langsam, vielleicht ist es doch die Routine, die ich über die Jahre gesammelt habe. es ist wie Frühjahrsputz durch all meinen Energieebenen. Tut gut, entschlacken quasi. Wir Menschen besitzen Dinge. Manche brauchen wir, wenig im eigentlichen Sinne des Alltags, wenn wir genau hinsehen. Werden wir Menschen lernen mehr im Jetzt zu leben, dürfen auch mehr Dinge gehen und ein leichtes Leben stellt sich ein. Leicht in mehrfacher Hinsicht, weniger Dinge und befreiter im Sein. Denn jedes Ding bindet unsere Aufmerksamkeit, es braucht Zuwendung. Selbst wenn es am Dachboden steht, ist es Teil von deinem Leben. Erst eine Trennung entbindet dich. Ich übe mich im “weniger haben” und “mehr sein”. Ein schöner Weg, in dem ich viel über mich erfahre, über Konditionierungen (familiär und kollektiv), Ängste, Unbewusstes und auch total Überholtes. Ich finde es immer wieder spannend den Zusammenhang von Kreativsein und dem einfachen Leben zu erforschen. Dazu braucht es in der Tat sehr sehr wenig. Das hätte ich so vor ein paar Jahren so noch nicht sagen können, damals tobte ich mich mit allerlei kreativen Möglichkeiten täglich aus und testete schier jede Möglichkeit zu erschaffen, was auch immer werden wollte, dürfte sich durch mich formen. Es war die Zeit, da ich mich an mein inneres Kind erinnerte und es voll und ganz zu integrieren bereit war. Was für eine schöpferische Power! Nun ist dieser Teil wieder fest in mir verankert und eine ruhigere Weise der Kreativität beginnt zu wirken. Eine, die Teil meiner Seele ist und kosmisch geführt sich den Weg durch meine Hände bahnt. Stet und fließend wie ein Strom. Mich immer wieder aufs neue überraschend was alles möglich ist in der Malerei. Magie pur. Das Leben, das die Liebe fließen lässt. Frei und ungebunden. Was für ein Zauber das ist, kann ich kaum beschreiben, aber vielleicht weißt du wovon ich spreche. Da, wo deine Freude liegt, beginnt es. Der Zauber des Tuns in Ruhe.

We’ve moved. My 15th(!) place of residence. It doesn’t get any easier, but it’s always exciting. Move. Undressing and dressing again may be similar. So maybe it’s natural and even healthy. It doesn’t have to be a change of location for you, but a change on several levels is always refreshing. Letting go of things, reviewing and asking where am I right now? A fresh start on all levels. What still suits me and my energy, what do I take with me, what can I let go, those were the questions of the last few months. Of course, moving can also be done in no time at all, but I enjoy the opportunities it opens up and like to take it calmly and slowly, maybe it’s the routine I’ve gained over the years. It’s like spring cleaning through all my energy levels. It’s good, detox so to speak. We humans own things. Some we need, little in the actual sense of everyday life if we look closely. If we humans learn to live more in the now, more things will be allowed to go and an easy life will come about. Light in more ways, fewer things and more liberated in being. Because every thing binds our energy, it needs attention. Even if it’s in the attic, it’s part of your life. Only a separation releases you. I practice “having less” and “being more”. A lovely way in which I learn a lot about myself, about conditioning (family-wise and collectively), fears, the unconscious and also totally outdated parts. I always find it exciting to explore the connection between being creative and the simple life. In fact, it takes very little to do this. I couldn’t have said that a few years ago, back then I explored every day with all sorts of creative possibilities and tested almost every possibility to create whatever it wanted to become. It was the time when I remembered my inner child and was ready to fully re-integrate it. What creative power! Now, as this part is firmly anchored in me again, a calmer way of creativity starts to work out. One that is part of my soul and cosmically guided through my hands. Steady and flowing like a river. It surprises me again and again what is possible in painting. Pure magic. The life that lets love flow easily. Free and unbound. I can hardly describe what kind of magic this is, but maybe you know what I’m talking about. It begins where your joy lives. The magic of doing in peace.

Buy me a brush 🙂


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2 responses to “Frühlings Erwachen”

  1. Hi Verena,echt schöne Fotos hast oben im Blog. Die Gegend kenne ich ja selber auch.und zu deinem Text: da fällt mir der Spruch ein "Souverän ist nicht der viel hat, sondern der wenig braucht" (der Name des Autors fällt mir momentan nicht ein)und noch einen schönen Ostermontag.LG

    1. Hallo Georg! Schön von Dir zu lesen. Danke für deine zusprechenden Worte. Den Autor habe ich, glaube ich, gefunden: Nico Paech. Den Lebensstil weniger zu haben und das Leben zu vereinfachen ist ein Prozess, der so einiges an Umstellungen auch im Innen mit sich bringt und das finde ich gerade sehr spannend. Lieben Gruß, Verena

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