Der Frühling hält Einzug. Jeden Tag ein bisschen mehr. Es gibt nichts zu überstürzen. Die Tage, die nun länger werden, Minute für Minute, zeigen dir, dass im beständigen Voranschreiten der Schlüssel für Glück und Zufriedenheit liegen darf. Die Amseln begleiten mit ihrem wundervollen -immer einzigartigen- Gesang täglich die Sonnenaufgangszeit und bringen dir Botschaften aus höheren Ebenen. Dein Energiesystem wird angeregt eine Öffnung dafür vorzunehmen. Hinzuhören und deine persönliche Botschaft der Engel zu empfangen. Eine besondere Luft zieht zum Fenster herein, die von Frische und Neubeginn kündet. Dein ganzer Körper wird angeregt sich zu erneuern und jede Zelle vibriert freudig in Erwartung der Erquickung und des Beginnens. Schritt für Schritt. Tat für Tat und Wort für Wort.

Bärlauch grünt und jedes Blatt für sich ist eine wohltuende Durchreinigung und Anregung loszulassen die alten Schlacken, die verstaubten Ansichten, die festgehaltenen Muster. Werde neu!
Täglich zieht hier ein roter Milan seine Runden, oft kaum 10 Meter über dem Boden, und ihn zu beobachten ist erhebend und bereichernd zugleich. Ein so großer und mächtiger Vogel, der so geschickt sich in den Lüften bewegt und dieses Element innig beherrscht. Er ist eins mit diesem Element. Verwoben und getragen.
Da kam mir gerade diese Geschichte aus Afrika unter, die ich dir gerne weitergeben möchte:
Geschichte vom Adler
Ein Mann – so wird erzählt – ging in einen Wald, um nach einem Vogel zu suchen, den er mit nach Hause nehmen könnte. Er fing einen jungen Adler, nahm ihn mit nach Hause und steckte ihn zu seinen Hühnern in den Hühnerstall. Er gab ihm Hühnerfutter zu fressen, obwohl er doch ein Adler war, der König der Vögel, der König der Lüfte!
Nach fünf Jahren kam einmal ein naturkundiger Mannes zu Besuch. Als die Männer miteinander durch den Garten gingen, fiel ihm der Adler sofort auf und er sagte: Der Vogel dort ist kein Huhn, sondern ein Adler. Ja, sagte der Mann, das stimmt, aber ich habe ihn zu einem Huhn erzogen. Er ist jetzt kein Adler mehr, sondern ein Huhn. Nein, sagte der andere, er ist noch immer ein Adler, denn er hat das Herz eines Adlers und das wird ihn hoch hinauf fliegen lassen in die Lüfte. Nein, nein, sagte der Mann, er ist jetzt ein richtiges Huhn und wird niemals mehr wie ein Adler fliegen. Darauf beschlossen sie, eine Probe zu machen. Der naturkundige Mann nahm den Adler, hob ihn in die Höhe und sagte beschwörend: Vogel, der du ein Adler bist, der du dem Himmel gehörst und nicht dieser Erde – breite deine Schwingen aus und fliege!
Der Adler auf der hoch gestreckten Faust blickte sich um. Hinter sich sah er die Hühner nach ihren Körnern picken und er sprang zu ihnen hinunter und pickte mit nach den Körnern. Der Mann sagte: Ich habe dir gesagt, er ist ein Huhn. Der naturkundige Mann gab aber noch nicht auf. Nein, sagte der andere, er ist ein Adler. Ich versuche es morgen noch einmal.
Am nächsten Tag stieg er mit dem Adler am Arm auf das Dach des Hauses, hob ihn empor und sagte: Adler, der du ein Adler bist, breite deine Schwingen aus und fliege! Aber als der Adler wieder die scharrenden Hühner im Hofe erblickte, sprang er abermals zu ihnen hinunter und scharrte mit ihnen.
Da sagte der Mann wieder: Ich habe es dir ja gesagt, er ist ein Huhn und er bleibt ein Huhn. Nein, sagte der andere, er ist ein Adler und er hat noch immer das Herz eines Adlers. Lass es uns noch ein einziges Mal versuchen. Morgen werde ich ihn fliegen lassen.
Am nächsten Morgen erhob er sich früh, nahm den Adler und brachte ihn hinaus aus der Stadt, weit weg von Häusern an den Fuß eines hohen Berges. Die Sonne stieg gerade auf, sie vergoldete den Gipfel des Berges, jede Zinne erstrahlte in der Freude eines wundervollen Morgens. Er hob den Adler empor und sagte zu ihm: Adler, du bist ein Adler. Du gehörst dem Himmel und nicht dieser Erde. Breite deine Schwingen aus und fliege!
Der Adler blickte umher, zitterte, als erfülle ihn neues Leben, aber er flog nicht. Da ließ ihn der naturkundige Mann direkt in die Sonne schauen und plötzlich breitete der Adler seine gewaltigen Flügel aus, erhob sich mit dem Schrei eines Adlers in die Luft, flog höher und höher und kehrte nie wieder zurück.
—James Emman Kwegyir Aggrey


Wir alle tragen unsere wahre Seelennatur und unsere Bestimmung seit Anbeginn der Zeit in uns und je länger wir uns widersetzen diese frei zu leben, desto länger und schmerzhafter kann die Rückkehr zu unserer Wahrheit werden. Nutze diese Zeit jetzt, die den Schwung des Neuen in sich trägt. Erhebe dich aus den alten dir zugedachten Behausungen, die dir bequem und gemütlich erscheinen mögen. Und mit dem Blick in die Sonne, der Wahrheit des Christusaspektes in dir, erkenne dich selbst! Und dann erhebe dich in die spirituellen Welten und werde darin sicher. Schritt für Schritt. Tat für Tat und Wort für Wort.
Hab einen schönen Start in deinen Frühling,
Verena

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